Projektmacherin

Bettina Manuela Hambuch, PR-Referentin und Archivarin, Inhaberin des „Schreibatelier Augenblick mal“

Als ich wieder einmal am Deutschen Eck in Koblenz stand, den Touristen beim Fotografieren eines der Wahrzeichen der Stadt zusah, meinen Blick über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein schweifen ließ, war mir plötzlich klar: Ich würde so gern anderen Menschen von meiner Stadt erzählen, dazu einladen, Koblenz zu entdecken, zu besuchen oder zu bleiben. Die Idee geisterte immer wieder durch meinen Kopf. Und dann kam plötzlich eine weitere Idee dazu. Nicht ich, sondern die Einwohner werben für ihre Heimatstadt, schauen so wieder einmal genauer auf ihr Zuhause, lernen sich dabei kennen, werden gemeinsam aktiv.

Dennoch dauerte es eine Weile bis ich aus diesen Ideen die ersten richtigen Schritte zu diesem Foto-Geschichten-Projekt gemacht habe – ein PR-Konzept als  Abschlussprüfungsarbeit meines PR-Studiums an der Freien Journalistenhochschule Berlin.

Nach dem Studienabschluss begab ich mich an die Umsetzung. Als erste Stadt habe ich mir selbstverständlich meine Heimatstadt Koblenz ausgesucht. Ich wurde  zunächst vom Fotografen Günter Weber unterstützt, der das Projekt von März bis August 2017 fotografisch begleitete.

Inzwischen gestalte ich das Projekt allein, führe die Interviews, mache die Fotos, schreibe die Geschichten, betreue das Blog und entwickele das Projekt kontinuierlich weiter, für andere Städte.

Ich möchte die Menschen ermutigen, ihre Stadt vorzustellen, ihren Lieblingsplatz zu zeigen, ihre Wünsche, auch ihre Sorgen und Kritik zu äußern: Sich einzulassen auf ihre Stadt, sich mit ihr auseinander zu setzen, sie selbst wieder zu entdecken.

Koblenz, mein Zuhause.
Als ich 1991 zum ersten Mal in Koblenz war, führte mich, wie sicher viele andere Besucher dieser Stadt auch, einer meiner ersten Wege direkt zum Deutschen Eck, einem der Wahrzeichen dieser Stadt – meinem heutigen Lieblingsplatz. Ich hatte vorher viel darüber gelesen, war aber dennoch beeindruckt von der Größe dieses Denkmals, fasziniert vom Blick auf die Festung Ehrenbreitstein hoch über dem Rhein. Aber noch emotionaler war für mich der Blick auf den Zusammenfluss von Rhein und Mosel, auf den Flussverlauf des Rheins, die Einzigartigkeit der Landschaft und die Ruhe, die dieser Anblick in mir seinerzeit auslöste. Ich hatte ganz plötzlich den Gedanken, dass Koblenz auch eine Stadt zum Leben sei, ohne zu wissen, dass ich drei Jahre später dort leben würde. Noch heute gehe ich gerne an diesen Ort von 1991 zurück, oft wenn ich nachdenken oder ausspannen mag, wenn Entscheidungen anstehen. Und noch immer empfinde ich dort diese Ruhe.

Heute ist Koblenz mein Zuhause. Ich mag diese Stadt, ihre Facetten, das Schöne wie weniger Schöne, die Menschen und ihren „Koblenzer Charme“. Ich bin angekommen in dieser Stadt. Das hat viele Jahre gedauert, ist langsam gewachsen, aber jetzt bin ich Hier! Und ich werde bleiben.

Ich würde mich freuen, wenn sich viele Städte und ihre Einwohner beteiligen, zeigen, was ihre Stadt so liebenswert macht.
Ihre Bettina Manuela Hambuch (geb. Lange)

Foto: Henny Monzel Ellermann

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Bettina Manuela Hambuch,  PR-Referentin, Archivarin | Inhaberin des „Schreibatelier Augenblick mal“  | Kontakt: 01577 0326498 (Anruf, SMS, WhatsApp) oder info@augenblickmal-meinzuhausemeinestadt.de

 

 

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Lieblingsplatz: Deutsches Eck